Leichtathletik-Verband Nordrhein

Acht Titel bei U23-DM

Maximilian Thorwirth
Foto(s): Wolfgang Birkenstock

Acht Siege und insgesamt 23 Medaillen – die Bilanz des LV Nordrhein bei der U23-DM in Leverkusen kann sich sehen lassen.

 

Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd) hat die beiden Leverkusener Meisterschaftstage eindrucksvoll genutzt, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Über 5.000 Meter wurde der 22-Jährige mit dem ersten Deutschen Meistertitel seiner Laufbahn belohnt. Er überquerte die Ziellinie nach 14:25,71 Minuten. Über 1.500 Meter spurtete Maximilian Thorwirth in 3:55,23 Minuten auf den Silberrang. Im Dreisprung flog Jessie Maduka (ART Düsseldorf) erneut zum Titel und zur U23-EM-Norm. Dabei pulverisierte sie ihren Hausrekord. „Endlich hat es mal mit dem Anlauf geklappt. Ich wusste, dass viel möglich ist. Aber mit dieser Weite hatte ich nicht gerechnet“, jubelte sie über ihre 45-Zentimeter-Steigerung auf 13,61 Meter. Die Studentin der UCLA in Los Angeles war erst am Freitag in Deutschland gelandet. Der Zeitunterschied von neun Stunden steckte ihr noch in den Knochen.

Joshua Abuaku (LAV Oberhausen) verteidigte in 50,93 Sekunden seinen Titel über 400 Meter Hürden erfolgreich. Vize-Meister Jonas Hanßen (SC Myhl LA; 51,06 s), der ebenfalls mit der U23-EM planen kann, kam an der sechsten Hürde ins Straucheln. Im Stabhochsprung war Bo Kanda Lita Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen) vor heimischer Kulisse der gefeierte Held. 5,60 Meter nahm er im ersten Versuch. Damit verbesserte der Schützling von Christine Adams seinen Hausrekord um zehn Zentimeter. Zehnkämpfer Torben Blech gab im Feld der Spezialisten eine Top-Figur ab. Er verbesserte sich auf 5,30 Meter und strich Bronze ein.

 

Daniel Hoffmann nutzt Heimvorteil

Sprinter Daniel Hoffmann nutzte seinen Heimvorteil ebenfalls eindrucksvoll und stürmte über 100 Meter den Mitbewerbern in 10,52 Sekunden davon. „Ich bin überwältigt. Ich bin einfach gespannt, wie es weitergeht mit mir. Ich habe heute im achten Wettkampf gezeigt, wo es mit mir hingehen kann“, erklärte der Schützling von Tobias Kofferschläger, der in der Vorwoche in Regensburg mit einer Steigerung auf 10,39 Sekunden und der U23-EM-Norm einen deutlichen Fingerzeig gegeben hatte. Ein zweites Mal durfte der Newcomer mit der 4x100-Meter-Staffel ganz oben aufs Podest klettern. Nico Menzel, Daniel Hoffmann, Kai Köllmann und Torben Blech demonstrierten optimale Wechsel und durcheilten die Stadionrunde in pfeilschnellen 40,32 Sekunden. Auch Kai Köllmann durfte zweimal jubeln. Er machte über 200 Meter sein eigenes Rennen und gab alles – was mit 21,16 Sekunden und wie im Vorjahr mit Silber belohnt wurde. „Heute war es wesentlich härter als im vergangenen Jahr. Die Konkurrenz war deutlich stärker. Ich hoffe, dass ich am Dienstag für die U23-EM nominiert werde, zumindest für die Staffel“, sagte der Athlet von Hans-Jörg Thomaskamp.

Die 3x800-Meter-Staffel sorgte für einen aus Leverkusener Sicht goldenen Abschluss. Nach 6:23,63 Minuten stoppten für Berit Scheid, Sarah Schmidt und Konstanze Klosterhalfen die Uhren. Mit rund 13 Sekunden Vorsprung gewannen sie die Goldmedaille. Inken Terjung, Vera Coutelier und Vera Hoffmann sicherten dem ASV Köln in 6:36,92 Minuten Silber. Die Titelverteidigerinnen von der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen wurden Dritte. Esther Jacobitz, Kira von Ehren und Tanja Spill liefen 6:39,27 Minuten. Über 4 mal 400 Meter wurden die Langsprinterinnen vom LT DSHS Köln ihrer Favoritenstellung gerecht. Laura Marx, Laura Sophie Großhaus, Katrin Schmidt und Nelly Schmidt bestimmten das Rennen von Beginn an. In 3:43,87 Minuten verteidigten sie ihren Titel aus dem Vorjahr. U20-WM-Teilnehmerin Laura Marx hatte sich zuvor im 400-Meter-Einzel mit einer energischen Schlussphase in 53,96 Sekunden auf den Bronzerang geschoben.

 

Acht Mal Silber, sieben Mal Bronze

Stabhochspringerin Ria Möllers (TSV Bayer 04 Leverkusen) wurde vor heimischer Kulisse vielumjubelte Vize-Meisterin. Sie nahm 4,10 Meter auf Anhieb. Vorjahressiegerin Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) hielt über 800 Meter von Beginn an den zweiten Platz, den sie bis ins Ziel nicht abgab. Ihre Zeit: 2:07,52 Minuten. Leicht und locker wie nie agierte Hammerwerferin Sina Mai Holthuijsen (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), die mit Meisterschafts-Silber belohnt wurde. Schneller denn je und technisch sauber steigerte die Vorjahres-Dritte sich von Versuch zu Versuch und stellte ganz zum Schluss mit 62,38 Metern einen neuen niederländischen U23-Rekord auf. Michelle Döpke. brachten 60,08 Meter Bronze. Dominik Klaffenbach holte mit 58,08 Metern auch Platz drei.

Der vorjährige nationale Speerwurf-U20-Meister und U23-Vizemeister Nils Fischer (alle TSV Bayer 04 Leverkusen) wurde mit seinen 72,03 Metern ganz zum Schluss noch auf den Silberrang verdrängt. Beim anderen Geschlecht schaffte Titelverteidigerin Gwendolyn Fuchs (LT DSHS Köln), die auf 48,93 Meter kam, den dritten Platz. Für Furore sorgte U20-Sprinterin Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen) wie in diesem Jahr schon einige Male – zuletzt mit ihrem 100-Meter-Sprint aus Regensburg in 11,29 Sekunden. Daheim gewann die 19-Jährige in 11,63 Sekunden die Bronzemedaille in der zum Teil drei Jahre älteren Konkurrenz. Über Bronze durfte sich auch die 4x400-Meter-Staffel der Leverkusener Junioren freuen. Für die vier Stadionrunden benötigten Ary Mesgary, Jonathan Riemer, Sven Hauck und Luca Wolf 3:18,62 Minuten. 

 

Harald Koken | Montag, 19 Juni 2017 00:00

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