Leichtathletik-Verband Nordrhein

NRW-Hindernis-Titel für Nils Voigt und Katharina Seelos

Nils Voigt (LG Brillux Münster) hatte bei den NRW-Hindernismeisterschaften in Gladbeck ein viel versprechendes Debüt über 3000m-Hindernis.

 

Der letztjährige Jugend-DM-Zweite über 5000m setzte sich dank seiner starken Endphase in 9:38,65 Minuten vor Hendrik Ingenhaag (TLV Germania Überruhr, 9:47,63 Min.) und Leon Straub (LG Olympia Dortmund, 9:53,24 Min.) durch. Trotz seines souveränen Erfolgs kam bei Nils Voigt nicht die ganz große Freude auf, denn er verpasste die Norm für die deutschen U23-Meisterschaften am 17./18. Juni in Leverkusen lediglich um 1,65 Sekunden. „Schade, dass ich die 9:37 Minuten für Leverkusen so knapp verpasst habe. Nun werde ich noch einen weiteren Versuch unternehmen, denn ich habe  auf jeden Fall die Norm drin,“ gab sich der junge Münsteraner selbstbewusst. Luft nach oben hat er noch, denn er musste in Gladbeck die letzten drei  Runden allein von der Spitze  her bestreiten.

 

Der 3000m-Hindernislauf der Frauen stand ganz im Zeichen von Katharina Seelos (LG Olympia Dortmund), die in erfreulichen 11:04,61 Minuten einen komfortablen Vorsprung vor Saskia Schmiemann (SV Teuto Riesenbeck, 11:16,43 Min.) und Jördis Krüger (Hannover 96, 11:20,33 Min.) hatte. Der 24-jährigen Hindernisläuferin gelang in Gladbeck eine Punktlandung, denn sie wollte sich neben dem Titelgewinn für die deutschen Meisterschaften in Erfurt (8./9. Juli) qualifizieren und dafür unter den geforderten 11:05 Minuten bleiben. Katharina Seelos bisherige Bestzeit stand bei 11:14 Minuten (2014). Wegen eines Ermüdungsbruchs musste sie drei Jahre auf den Hindernislauf verzichten und bestritt während dieser Zeit nur einige Straßenläufe. Jetzt schöpft die neue NRW-Meisterin, die 2016 noch für die LG Stadtwerke München startete, jedoch wieder Hoffnung. Nach Dortmund wechselte sie, weil sie in Münster Pharmazie studiert. Zudem weiß sie die guten Bedingungen in der Trainingsgruppe von Pierre Ayadi zu schätzen.

 

Eine  vielversprechende Vorstellung bot auch Franziska Jakobs (ART Düsseldorf). Die 18-jährige Düsseldorferin, die von dem früheren Hürden-Spezialisten Sven Timmermann betreut wird, ließ im 2000m-Hindernislauf der weiblichen Jugend U20 keinen Zweifel an ihrer großen Überlegenheit aufkommen und hatte im Ziel in ausgezeichneten 7:06,06 Minuten einen komfortablen Vorsprung vor Maiko Rauschen (LG Olympia Dortmund, 7:38,23 Min.) und Nina Endt (LC Adler Bottrop) 7:40,52 Min.). Da steckt sicherlich noch einiges  drin für die veranlagte Düsseldorferin.

 

Seit September 2016 studiert Malte Stockhausen (LAZ Rhede)  an der Florida Tech University Meeresbiologie. Der letztjährige Jugend-DM-Sechste nutzte seinen Heimaturlaub zu einem Start in Gladbeck und sicherte sich in der Klasse U20 den NRW-Titel über 2000m-Hindernis  in 6:13,26 Minuten vor seinem Teamkollegen Erik Höpfner (6:14,57 Min.) und Constantin Feist (VFL Kamen, 6:16,29 Min.).  „Es war etwas schwierig, den Lauf von der Spitze weg zu gestalten, aber ich habe gewonnen und die Norm erreicht. Mehr wollte ich nicht erreichen. Daher bin ich mit meiner heutigen Vorstellung zufrieden,“ betonte der hoffnungsvolle Hindernisläufer, der 2014 bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach Gefallen an dieser Disziplin gefunden hat.

 

Recht spannend gestaltete sich die Entscheidung im 1500m-Hindernislauf der Klasse U18. Mara Schumacher (Dürener TV), die 2016 schon einmal 5:16,92 Minuten erreichte, lag im Ziel in 5:19,98 Minuten vor Carolin Führen (Aachener TG, 5:20,21 Min.) und Anne Schieberle (Bayer Leverkusen, 5:23,41 Min.). Schneller als die U18-Siegerin war allerdings die 15-jährige Teresa Schulte- Wermlinghoff (LG Dorsten), die in der Klasse W15 mit ausgezeichneten 5:04,60 Minuten auftrumpfte und damit in ihrer Alterskategorie vor der Leverkusenerin Luzie Ronkholz (5:11,54 Min.) dominierte. Die Athletin von Leo Monz-Dietz, die ein großes Hindernis-Talent ist, hatte zuvor eine persönliche Bestzeit von 5:24,28 Minuten.

 

Im Vorjahr war Nicolas Vogt (LC Rapid Dortmund) Dritter über 2000m-Hindernis in 6:43 Minuten. Dieses Mal konnte der Schützling von Günter Schrogl nach einer kämpferisch starken Vorstellung den Titel in der Klasse U18 in der neuen persönlichen Bestzeit von 6:24,50 Minuten vor Bastian Nitz (TV Voerde, 6:37,94 Min.) und Janne Straub (LG Olympia Dortmund, 6:40,81 Min.) für sich entscheiden. Nicolas Voigts großes Problem ist, dass er auch ein großes Hockey-Talent ist und als Spieler von Club Raffelberg auch in dieser Sportart hervorragende Perspektiven hat.

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Peter Middel | Geändert: Donnerstag, 01 Juni 2017 11:12

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