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Leichtathletik-Verband Nordrhein

U20-DM: Ein Sieg und sieben Medaillen

U20-DM: Ein Sieg und sieben Medaillen
Foto(s): Wolfgang Birkenstock

Die Nachwuchs-Asse aus dem LV Nordrhein haben bei den Deutschen U20-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf in Sindelfingen siebenfaches Edelmetall eingesackt. Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre verteidigte seinen Vorjahrestitel ebenso erfolgreich wie eindrucksvoll. Jennifer Montag und Johanna Giersch überraschten mit DM-Silber.

 

Eine Woche nach seiner famosen Steigerung auf 5,48 Meter wurde Bo Kanda Lita Baehre bei den nationalen Hallen-Titelkämpfen der eigenen Altersklasse seiner Favoritenrolle in allen Belangen gerecht. Der 17-Jährige verbesserte seine persönliche Bestleistung erneut, und zwar auf 5,50 Meter. Damit war der U18-Vize-Europameister 40 Zentimeter besser als bei seinem Sieg vor einem Jahr, als 5,10 Meter zum Titel reichten. Als er bei 5,00 Meter in den Wettkampf einstieg, waren nur noch vier Mitbewerber im Rennen. Und schon bald agierte Bo Kanda Lita Baehre allein auf weiter Flur. Bis zu seiner Siegerhöhe holte er alle Höhen im ersten Versuch – und sah auch bei 5,60 Metern alles andere als chancenlos aus.

„Die Höhe ist realistisch, die Latte hätte durchaus liegen bleiben können“, sagte der fast zwei Meter große Schützling von Christine Adams, der auch 2018 noch in der Jugendklasse startberechtigt ist. Und spätestens dann den deutschen U20-Hallenrekord attackieren möchte, der bei 5,68 Metern steht, gehalten von Weltmeister Raphael Holzdeppe. „Motiviert genug bin ich schon jetzt“, gibt sich Bo Kanda Lita Baehre optimistisch. Zumal er noch genügend Perspektiven sieht, unter anderem beim Anlauf, der zurzeit noch 14 Schritte beträgt, also verkürzt ist.

 

Jennifer Montag und Johanna Giersch Zweite

In so nicht erwarteter Manier trumpfte Jennifer Montag auf, als sie über 60 Meter überraschend Deutsche Vize-Meisterin wurde. Zunächst gewann sie ihren Vorlauf deutlich in 7,57 Sekunden. Im Zwischenlauf beschleunigte sie ebenfalls als Erste auf 7,51 Sekunden, um die Zeit im Finale dann zu wiederholen. Auffällig: Hintenheraus, als die Mitbewerberinnen fest wurden, drehte Jennifer Montag erst so richtig auf. „Ich wusste, dass ich etwas drauf habe. Aber mit Platz zwei hatte ich nie und nimmer gerechnet, zumal mein Start schlecht war“, sagte der Schützling von Hans-Jörg Thomaskamp. „Fliegend kann sie keiner schlagen“, fügte ihr Coach schmunzelnd hinzu und sieht am Start ebenfalls noch Ausbaupotenzial.

 

Überraschend gewann Johanna Giersch (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) im Hammerwurf der U18 Silber. Mit der neuen Bestleistung von 56,70 Metern, die gleichzeitig Vereins- und Rekord für den Kreis Niederrhein-West bedeuten, konnte sie als Fünfte der Meldeliste einen gehörigen Sprung nach vorn machen. Nach dem Vorkampf lag die Athletin von Trainer Helmut Penert mit 54,68 Metern noch auf Rang sechs, schob sich dann im fünften Durchgang mit 56,37 Metern auf Platz drei vor, bevor sie sich im letzten Durchgang noch einmal verbesserte und die viel umjubelte Vize-Meisterschaft klar machte.

 

Marius Lewald läuft Hausrekord

Marius Lewald hatte noch zwei Tage zuvor mit Fieber und Kopfschmerzen flach gelegen, dann aber sprintete der 17-Jährige vom LC Adler Bottrop mit neuer persönlicher Bestzeit über 60 Meter Hürden zur Bronze-medaille. Zunächst sicherte er sich als Vorlaufsieger und Gesamt-Zweiter in 8,02 Sekunden das Finalticket. Im Finale konnte sich Marius Lewald noch einmal steigern. Hinter dem bärenstarken Jonathan Petzke (7,81 sek) und dem Schweizer U20-Hallenmeister von 2016, Luca Marticke (LG Ortenau Nord, 7,97 sek), reichte es mit einer neuerlichen Bestzeit von 8,01 Sekunden zum Bronzerang. „Es war sogar noch Luft nach oben. Die erste Hürde war nicht perfekt und zwei Hürden habe ich mitgenommen. Nächste Woche greife ich in Halle dann die acht Sekunden an“, blickte der Athlet, der von seinem Vater Dirk Lewald trainiert wird,  voraus auf den Hallen- Ländervergleichskampf mit Frankreich und Italien, für den der Bottroper als Lohn für den starken Auftritt vom Bundestrainer nominiert wurde.

 

Essener Duo mit dritten Plätzen

Über doppeltes Edelmetall freute sich das Team des rührigen TLV Germania Überruhr. Johanna Bethan sicherte sich über 800 Meter in 2:10,40 Minuten die Bronze-Medaille. Damit lief die angehende Abiturientin schneller als je zuvor auf dieser Strecke und konnte ihr Glück im Ziel zunächst gar nicht fassen. Knapp zwei Stunden später gab es für die Crew um Trainer Tim Husel dann eine weitere Bronzemedaille zu feiern. Remo Cagliesi, dessen Start am Vortag noch in den Sternen gestanden hatte, kämpfte sich im Hochsprung über 2,06 Meter und ließ im Anschluss bei 2,09 Meter deutlich erkennen, dass es wieder aufwärts geht.

 

Ronja Sowalder (TSV Bayer 04 Leverkusen) machte gleich zu Beginn mit einem Diskuswurf auf 47,41 Meter ihr Edelmetall klar. „Weil ich die ganze Woche krank war, war diese Leistung nicht zu erwarten“, sagte der Schützling von Matthias Rau. „Wenn die heute zu hoch geworfenen Versuche passen, ist noch echt etwas drin. Das sind also gute Aussichten für den Sommer.“ 

 

Harald Koken | Geändert: Dienstag, 07 März 2017 07:52

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