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Leichtathletik-Verband Nordrhein

Senioren EM in Aarhus

Senioren EM in Aarhus
Foto(s): Alfred Hermes

Von den 815 Anmeldungen deutscher Athleten zu den Senioren-Europameisterschaften der Leichtathletik in Aarhus (Dänemark) kommen 112 aus dem Leichtathletikverband Nordrhein. Die Meisterschaften finden vom 27. Juli bis zum 6. August statt. Sie beginnen mit den Sieben- und Zehnkämpfen und enden mit den 4x400-m-Staffeln. Insgesamt konkurrieren fast 4.000 Sportlerinnen und Sportler in 34 Wettkampfarten im Lauf, Sprung und Wurf einschließlich der Staffeln.

Links: [Homepage von EMACS], [Meldeliste aus 44 Nationen], [Zeittafel]

 

LVN-Spitzensport bei EMACI

Insgesamt 10 Sportlerinnen und Sportler des Leichtathletikverbandes Nordrhein reisen als Rekordhalter in ihren Altersklassen nach Aarhus, teils mit deutschen Bestleistungen, teils mit Europa- oder Weltrekorden.

 

Wolfgang Ritte (M60, LAV Bayer Uerdingen-Dormagen)

Mit gemeldeten 4,06 im Stabhochsprung  liegt Wolfgang Ritte mit großem Abstand vor seinen Konkurrenten, deren angegebene Höhen bei 3,72 m enden. Seinen M60-Weltrekord markierte der 64-Jährige im Jahr 2013 mit 4,32. Einen neuen Rekord wird er voraussichtlich im Jahr 2018 in der neuen Altersklasse M65 anpeilen.

Peter Speckens (M80, SV Schlafhorst)

Die Liste der gemeldeten Gewichtwerfer und des Fünfkampfes zeigt Peter Speckens mit den besten Werten. Im Hammerwurf erwartet ihn, den Inhaber der deutschen M80-Bestleistung, wohl ein spannender Kampf unter drei 40-m-Werfern. Im Diskus trifft er auf keinen Geringeren als den Weltrekordhalter Oesten Edlund aus Schweden, dessen Weite etwa 5 Meter über der von Peter Speckens liegt. Peter Speckens Aussichten auf Silber liegen aber sehr hoch.

Herbert E. Müller (M85, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen)

Der 400-m-Europarekordhalter Herbert E. Müller wird in allen gemeldeten Wettbewerben (100, 200, 400, 800, 1.500, 5.000, Cross) auf Grund der Meldewerte seiner Favoritenrolle gerecht. Die angegebenen Spitzenzeiten seines Konkurrenten Guntis Linde aus Lettland stammen wohl aus dem  Jahr 2006. Damals gehörte Guntis zur M75. [#http://skriesim.lv/athletes?id=8183]

Evelin Nagel (W45, Troisdorfer LG)

Die Hürdenlauf-Spezialistin Evelin Nagel steht in der Rangliste der Meldungen über 80m Hürden deutlich an erster Stelle. Im 100-m- und 200-m-Lauf trifft sie auf fast übermächtige Konkurrenz, teils aus dem eigenen Land durch Heike Martin. Im Weitsprung konkurriert sie mit sieben Athletinnen, deren Weiten ab fünf Meter beginnen.

Barbara Gähling  (W50,  LT DSHS Köln)

Die W50-Weltrekordlerin im 300-m-Hürdenlauf Barbara Gähling ist in dieser Sportart die große Favoritin. Mit ihrer Kugelstoßweite liegt sie an zweiter Stelle im Reigen der drei Bestplatzierten Jana Müller Schmidt und Dr. Ellen Weller. Die Aussichten im Diskuswurf deuten eher auf Bronze. In ihrer starken Disziplin Siebenkampf tritt sie als Inhaber des Weltrekordes nicht an.

Monika Gippert  (W55, TV Herkenrath)

Die deutsche W55-Rekordhalterin Monika Gippert weist auf ihren Paradestrecken 800 m und 1500 m die weitaus besten Meldezeiten auf. Selbst über 5000m liegt sie theoretisch sicher auf dem zweiten Platz. Je nach Rennverlauf wäre gar ein Sieg möglich.  Auf Grund ihrer sehr guten 800m-Zeit könnte sie auch eine 4x400-m-Staffel verstärken. Hauptkriterien für die Berufung sind allerdings passende 400-m-Zeiten bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften oder während der Europameisterschaften. Beide liegen nicht vor.

Ute Ritte (W65, LAV Bayer Uerdingen-Dormagen)

Der W65-Europarekord von Ute Ritte im Stabhochsprung lautet 2,70 m. Selbst mit ihren gemeldeten 2,62 m führt sie die Teilnehmerinnenliste souverän an. Dieselbe Höhe schaffte sie noch kürzlich am 9. Juli In Düsseldorf bei den Wilhelm-Unger-Spielen. Daraufhin traute sie sich an die Höhe 2,72. Ihr Angriff auf den eigenen Europarekord sah sehr gut aus. Es fehlte nicht viel. Vielleicht klappt es in Aarhus.

Helgard Houben  (W70, Solinger LC)

Im Dreisprung wird sich die Führende in der deutschen Hallen-W70-Bestenliste mit Erika Springmann im Kampf um den zweiten Platz auseinandersetzen müssen. Favoritin ist die Finnin Terhi Kokkonen. Im 80-m-Hürdenlauf trifft sie in Aarhus auf die übermächtige Marianne Maier aus Österreich. Voraussichtlich entbrennt ein harter Kampf von ihr und zwei weiteren Deutschen um Silber und Bronze. Über 200 m Hürden verzeichnet die Meldeliste mit Helgard Houben drei deutsche W70-Hürdenläuferinnen auf den ersten drei Plätzen der Rangliste. Die Sprintläufe in W70 werden wohl  von Ingrid Meier beherrscht, die bei Deutschen Meisterschaften über 100 m und 200 m für phantastische Weltrekorde sorgte. Es wäre eine große Überraschung, wenn Helgard Houben in ihrem letzten Jahr in der Altersklasse W70 über 100 m auf einen Medaillenplatz laufen könnte.

Hannelore Venn (W75, TV Bedburg)

Laut Liste stehen Hannelore Venn in allen gemeldeten Wettbewerben 100 m, 200 m, 400 m und Weitsprung die Türen für Medaillenplätze offen. Die größten Chancen auf Gold liegen wohl in ihrer Paradestrecke 200 Meter, über die sie bei den deutschen Hallenmeisterschaften 2017 eine neue deutsche Bestleistung aufgestellt hat. Auf Grund ihrer Spurtstärke zeichnen sich auch große Aussichten auf Medaillen in den 4x100-m- und 4x400-m-Staffeln ab.

Ruth Baumann  (W85, SUS Dinslaken)

Die älteste Teilnehmerin aus dem LV Nordrhein Ruth Baumann kämpft in ihrer Altersklasse W85 als Einzige um den Europameistertitel im Diskuswurf. Als Inhaberin der deutschen W85-Bestleistung im Diskuswurf wird ihre Leistung den Mindeststandard weit übertreffen. In ihrer Wurfriege trifft sie auf sieben Werferinnen aus W80, darunter Anne Chatrine Ruehlow und Erna Antritter, sowie auf die 90-jährige Hilia Bakhoff aus Estland, die eine Weite weit über dem aktuellen W90-Weltrekord angegeben hat. 

 

Alfred Hermes | Geändert: Freitag, 14 Juli 2017 10:08

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