Leichtathletik-Verband Nordrhein

Reformvorschlag für den LVN: 4 Regionen statt 14 Kreise

Die beiden Entwürfe für die neuen LVN-Gebiete: links der deutlich bevorzugte Entwurf mit vier Regionen
Foto(s): LVN

Es war eine faustdicke Überraschung, die bei der Arbeitstagung der Kreise zur Strukturreform des LVN am Samstag in Düsseldorf herauskam. Der LVN sollte anstelle der 14 Kreise in vier Regionen eingeteilt werden.

 

Rund zwei Jahre hatte eine vom LVN-Beirat eingesetzte Arbeitsgruppe den Verband durchleuchtet, Schwachstellen gesucht und Antworten auf Probleme in der Verbandsarbeit gesucht. Am Ende stand ein Vorschlag, Strukturen zu straffen, die Zusammenarbeit der Kreise durch Zusammenschlüsse zu verbessern, die Einbindung der Basis in die Verbandsführung zu stärken und Aufgaben neu zu formulieren. Kernstück der AG-Vorschläge war eine Kreisreform auf nur noch sechs Kreise, die im September 2015 in drei Regionaltagungen der Verbandsöffentlichkeit vorgestellt und ebenso intensiv wie kontroversdiskutiert wurde.

 

Auch wenn der LVN-Beirat in seiner Dezembersitzung ein klares Votum für eine Reform abgab, die Einzelheiten der Umsetzung blieben umstritten. Aus diesem Grund berief das LVN-Präsidium für den 13. Februar eine Arbeitstagung mit jeweils zwei Vertretern der LVN-Kreise ein, in der die grundsätzlichen Vorstellungen des Beiratsbeschlusses von den Kreisvertretern in eine  mehrheitsfähige Form gebracht werden sollten.

 

Und was war das Ergebnis der Arbeitsphasen in sechs Arbeitsgruppen: die deutliche Mehrheit der Teilnehmer präsentierte ein Modell, in dem der LVN zukünftig in vier Regionen eingeteilt werden sollte. Ein zweites entwickeltes Modell mit sechs Regionen anstelle der 14 bisherigen Kreise fand nur die Zustimmung von einem Viertel der Teilnehmer. Die in Düsseldorf entwickelte Vorstellung wird im Schaubild unten dargestellt.

 

In einer zweiten Arbeitsphase wurden die Aufgaben der regionalen Gliederungen und der örtlichen Ebene Kern der Diskussion und auch die Überlegungen zur notwendigen Mitarbeiterstruktur wurden in Grundzügen diskutiert. Am Ende gab es viele zufriedene Gesichter, die die von der AG aufgezeigten Ziele

 

- Reform der Struktur der regionalen Untergliederungen
- Verbesserung der Mitarbeiterproblematik
- Stärkung der Vertretung der Leichtathletik vor Ort

 

als notwendig und auf dem richtigen Weg sehen.

 

Wie könnte es nun weitergehen:

In Düsseldorf wurde eine Formulierung vorgeschlagen, die der LVN-Beirat in seiner Sitzung im März als Antrag an den LVN-Verbandstag am 16. April in Kevelaer stellen könnte.

Erfolgt dort ein positiver Beschluss zum Reformpaket, würde das LVN-Präsidium mit der Umsetzung aller erforderlichen Schritte in rechtlicher, inhaltlicher und organisatorischer Art beauftragt, die bis September 2017 auf einem außerordentlichen Verbandstag verabschiedet werden müssten.  Damit könnte zum 1.1.2018 eine Verbandsstruktur in Kraft treten, die schon jetzt von Landessportbund NRW, dem Sportministerium und befreundeten Verbänden als zukunftsweisend eingeschätzt wird.

Bildergalerie

 

Hans-Joachim Scheer | Geändert: Montag, 15 Februar 2016 21:56