Leichtathletik-Verband Nordrhein

Eva-Maria Aberer ist verstorben

Eva-Maria Aberer - hier bei der Auszeichnung mit dem DLV-Ehrenschild 2008
Foto(s): Rhein-Ruhr-Foto

Die Nordrhein-Leichtathletik hat einen schweren persönlichen Verlust erlitten. Die langjährige Verbandsstatistikerin Eva-Maria Aberer ist am 13. Oktober verstorben, wie ihre Familie jetzt mitteilte.

 

Sie prägte das Bild des LVN wie kaum ein Zweiter. Mit der Gründung des LVN im Oktober 1973 übernahm sie die Aufgaben der Statistik, die sie bis vor rund 1 1/2 Jahren mit Leib und Seele wahrnahm. Aber es waren nicht allein die 42 Jahre in dieser Funktion, die das sportliche Leben von Eva-Maria Aberer prägten.

 

Bereits 1966 wurde sie Frauenwartin im damaligen Leichtathletik-Kreis Bergheim, 1970 übernahm sie zusätzlich das Amt der Jugendwartin. Mit der Fusion der beiden Landesverbände Mittelrhein und Niederrhein engagierte sie sich auch auf Verbandsebene. Dennoch blieb sie der Basisarbeit treu. Im LVN-Kreis Köln war sie von 1973 bis 1984 Frauenwartin, ehe sie 1987 die Geschäftsführung im LVN-Kreis Düren übernahm und dies ab 1995 um die Funktion der Kassenartin erweiterte.

 

Überhaupt war Eva-Maria Aberer immer da, wo sie gebraucht wurde. Unzählige Male sprang sie bei Verbandstagungen als Vertreterin des LVN-Kreises Düren für verhinderte Fachwarte ein. Im Kreis, auf Verbandsebene, auch in benachbarten Kreisen war sie bei Meisterschaften und Sportfesten im Wettkampfbüro oder am Stellplatz zu finden. Auch ihr Heimatverein, der SLC Ameln, wusste immer ihr Engagement zu schätzen.

 

Dieses außergewöhnliche Engagement war nur im Einklang mit ihrer Familie möglich. Dabei hatte sie in ihrem 1985 verstorbenen Ehemann Fels einen Partner, der ebenfalls mit Begeisterung ehrenamtlich im LV Mittelrhein und später im LV Nordrhein als Mehrkampf- und Abzeichenwart tätig war. Die Söhne Peter und Detlef stießen als Aktive, Peter später auch als Mitarbeiter in die leichtathletischen Fußstapfen der Eltern. Wie die dreifache Mutter, achtfache Großmutter und achtfache Urgroßmutter ihr Leben für die Leichtathletik mit ihrer Familie in Einklang bringen konnte, verdient Bewunderung. Sie war ein Familienmensch, was die Familie gerne bestätigt.

 

Aber sie war auch als Mensch gern gesehen, nicht nur wegen ihres hohen Fleißes und ihrer Tüchtigkeit auf dem Sportplatz. Auszeichnungen wie der LVN-Ehrenring (2006) und der DLV-Ehrenschild (2008) würdigen nicht allein Einsatz, sondern auch die Persönlichkeit. Eva-Maria Aberer konnte kritisch sein, die Statistikerin konnte schimpfen, wenn Vereine wieder einmal nicht korrekt oder überhaupt nicht ihre Statistikmeldungen abgegeben hatten. Aber immer konnte man dahinter die Liebe zur Sache erkennen. Und auch die Einfühlsamkeit. Eva-Maria Aberer hat sich für die Menschen interessiert, sie war gerne gesellig und man war gerne mit ihr zusammen.

 

Ihr Leben für die Leichtathletik hat sich geschlossen. Sie wird für immer ein Stück Geschichte des LVN und in Erinnerung derer bleiben, die ein Stück Weg mit ihr gehen konnten. 

 

 

Hans-Joachim Scheer | Geändert: Donnerstag, 27 Oktober 2016 10:08